Viele Schutzzonen, wenig Spielräume

Mehr als ein Viertel des Regierungsbezirks Düsseldorf, rund 130.000 Hektar, sind als Wasserschutzzonen oder Wasserreservegebiete ausgewiesen. In diesen Bereichen dürfen keine Auskiesungen stattfinden. Hier besteht zwischen der Wasser- und der Rohstoffgewinnung ein Konflikt, denn dort, wo guter Kies liegt, fließt auch gutes Wasser.

Dabei müssen sich Wasser- und Kiesgewinnung nicht gegenseitig ausschließen: Die Sicherheit vor Wasserverunreinigungen ist bei Kiesseen genauso hoch oder höher, als bei Stauseen, aus denen ganz selbstverständlich Trinkwasser gewonnen wird.

Die Zahl von zukünftigen Wasserschutzgebieten steigt immer weiter. Das verwundert, wenn man weiß, dass die bereits bestehenden Wasserschutzzonen keineswegs vollends genutzt werden. Hinzu kommt, dass der private und gewerbliche Wasserverbrauch kontinuierlich sinkt. Mit einem steigenden Bedürfnis nach Trinkwasser lässt sich diese Entwicklung kaum erklären.