Der Niederrhein - perfekte Bedingungen für die Kies- und Sandgewinnung

Steinkohle-, Steinsalz- und Braunkohle-Vorkommen sind längst nicht alle Bodenschätze, die der Niederrhein zu bieten hat. Von ebenso großer Bedeutung sind seine ausgedehnten Kies- und Sandlagerstätten.

Ihr Ursprung liegt in den Eiszeiten der letzten zwei Millionen Jahre, die dem Niederrhein sein „geologisches Gesicht“ gaben. Auch Grund- und Erdmoränen sowie Sandflächen entstanden in dieser Zeit.

Die Urströme Rhein und Maas transportierten verwitterte Gesteinsmassen aus den südlich angrenzenden Mittelgebirgen an den Niederrhein und sorgten hier für eine einzigartige Aufschotterung der Flussterrassen: Durch die Strömungsdynamik des Rheins lagerten sich genau hier die Kiese und Sande ab, deren Korngrößen geradezu ideal für Bauzwecke, vor allem für Beton, geeignet sind. Weder rheinauf- noch rheinabwärts gibt es in dieser Hinsicht vergleichbare Vorkommen.

Als Zuschlagstoffe für Beton sind Kies und Sand vom Niederrhein perfekt geeignet: Der Sand weist mit Korngrößen von 0 bis 2 mm eine für die Betonherstellung nahezu ideale Kornverteilung auf, dasselbe gilt für den Kies mit seinem Größenspektrum von 2 bis 32 mm. Hinzu kommt ein hoher Quarzanteil, der für überdurchschnittliche Qualität sorgt.

Was ebenfalls für die Kies- und Sandgewinnung am Niederrhein spricht, ist die Nähe zu den umliegenden Versorgungsgebieten, wie dem dicht besiedelten Ruhrgebiet und dem Münsterland

Kies- und Sandprobe in einem aufgeschnittenen Bohrrohr. Die Rohre sind jeweils ein Meter lang. Ihr Inhalt wird einer Siebanalyse unterzogen.