

Die Rohkieshalde nimmt den am Schwimmbagger geförderten Rohkies auf. Dieser wurde zuvor, gereinigten und auf Stücke von unter 32 mm Größe gebrochen. Etwa 45.000 Tonnen können auf der Rohkieshalde gelagert werden. Theoretisch würde das genügen, um die Aufberei-tungsanlage etwa 55 Stunden lang mit Rohkies zu versorgen.
Unter der Halde befindet sich ein Tunnel und darin eine Bandanlage. Durch Schieber gelangt der Rohkies auf das Band.


Das Steigeband fördert den Rohkies von der Rohkieshalde auf die rund 17 Meter höher gelegene erste Siebmaschine. Pro Stunde werden etwa 800 Tonnen Rohkies aus dem Tunnel der Rohkieshalde transportiert. Das Band ist etwa 800 mm breit.


Die Vorsiebmaschine sorgt für den ersten Aussiebungsvorgang. Unter intensiver Wasserbesprühung trennt sie Sandpartikel die kleiner als 2 mm sind von der übrigen Körnung ab. Diese weist dann ein Größenspektrum von 2 bis 32 mm auf. Der Sand und das Wasser fallen durch Siebbeläge und gelangen über Rohre in den Allflux. Die Vorsiebmaschine ist rund X mal Y Meter groß.


Hinter dem Namen Allflux verbirgt sich eine hydraulische Sortier- und Klassiermaschine. Sie trennt die zuvor ausgesiebten Sandpartikel mit einer Größe von 0 bis 2 mm in drei Feinheitsgrade (Fraktionen) auf. Die beiden gröberen Sande werden von so genanten „betonschädlichen Bestandteilen“ wie Ton, Lehm, Holz und Kohle gereinigt.


Die Wendeln, auch Spiralbatterien genannt, haben die Aufgabe, den Feinstsand von betonschädlichen Bestandteilen zu trennen.


Alle drei Sandfraktionen enthalten unmittelbar nach ihrer Trennung noch sehr viel Wasser. Dieses wird von insgesamt drei Entwässerungsmaschinen abgetrennt.


Die Körnung mit einem Größenspektrum von 2 bis 32 mm wird von der Vorsiebmaschine über eine Bandanlage in zwei parallele Setzmaschinen vom Typ „Alljig“ transportiert. Hier erfolgt die Entfernung der betonschädlichen Bestandteile mit pulsierendem Wasser.


Diese Maschine trennt die zuvor gereinigte Körnung in vier Kornfraktionen auf: 2 bis 4 mm, 4 bis 8 mm, 8 bis 16 mm und 16 bis 32 mm.


Insgesamt sieben Steigebänder befördern die Fertigprodukte sortenrein zu den großen Vorratssilos.


Das Kieswerk Milchplatz verfügt über zwölf Stahlblechsilos mit einem Fassungsvermögen von jeweils 2.000 Tonnen. Acht dieser Silos dienen zur Aufnahme der Sande, die vier übrigen stehen für die Körnung zur Verfügung.


Im Kieswerk Milchplatz werden die Produkte ausschließlich per Schiff abtransportiert. Stündlich können 1.200 Tonnen verladen werden.


Unter den Silos befindet sich ein Tunnel mit einem etwa 180 m langen Wägeband. Über computergesteuerte Dosierschieber können verschiedene Sorten abgezogen und beliebig miteinander gemischt werden. Das Wägeband ermittelt dabei das Gewicht zur Beladung der Schiffe.


Zur Aufbereitung der Sande und Kiese wird sehr viel Wasser benötigt. Es stammt das aus dem eigenen Baggersee, eine Beimengung von Fremdstoffen findet nicht statt. Trotzdem muss Hülskens für die Benutzung des eigenen Wassers eine Wasserentnahmegebühr entrichten. Um diese Ausgabe zu mindern, werden etwa 60 % des Waschwassers in ein Kreislaufsystem gepumpt und weiterverwendet.